Impingement-Syndrom der Schulter

Anatomie:

Die Schulter besteht aus drei Knochen, drei Gelenken und den Muskeln, Sehnen und Bändern, die diese verbinden. Die drei Knochen sind der Humerus (Oberarmknochen), die Scapula (Schulterblatt) und die Clavicula (Schlüsselbein). Die drei Gelenke sind das Glenohumeralgelenk, das Acromioclaviculargelenk und das Sternoclaviculargelenk.

Schulter

Schulter

 

 

Symptome:

Als Impingement-Syndrom (engl. „Zusammenstoß“) bezeichnet man ein Einklemmungssyndrom eines Gelenkes mit Einschränkung der Gelenkbeweglichkeit.

Typisch sind Schmerzen beim Hochheben des Armes über die Schulterhöhe, aber auch die Außen- und Innenrotation in der Schulter sind mehr oder weniger stark eingeschränkt. Typisch ist der nächtliche Ruheschmerz.

Ursachen:

Arthrose im Bereich des Schulterdaches mit Knochenanbauten. Schwellung der Sehnen durch Entzündungen.
Degeneration oder Einklemmung von Kapsel- oder Sehnenmaterial.

Diagnostik:

Zur Basisdiagnostik gehört das konventionelle Röntgen der Schulter und ergänzend eine Sonographie. Zum Nachweis einer Entzündung und Sehnenverletzung wird ein MRT der Schulter durchgeführt.

Therapie:

Infiltrationen mit Kortison tragen zur Abschwellung des gereizten Schleimbeutels bei. Entzündungshemmende Medikamente haben den gleichen Effekt.
Von großer Bedeutung ist eine Einzelphysiotherapie, bei der versucht wird, die Fehlhaltung des Schultergürtels zu korrigieren. Bei Persistenz der Schmerzen kann dem Patienten eine operative Erweiterung unter dem Schulterdach angeboten werden.