Radiuskopfbruch

Symptome:

Es findet sich eine Schwellung im Bereich des Ellenbogens mit Druckschmerz über dem Radiuskopf. Deutlicher Schmerz bei der Umwendbewegung des Unterarmes mit Streckdefizit.

Ursache:

Ein typischer Unfallmechanismus für die Entstehung einer Radiuskopffraktur ist der Sturz auf die ausgestreckte Hand bei innengedrehtem Arm.
Speichenköpfchenbrüche kommen häufig vor. Sie sind für etwa 5% aller Knochenbrüche des Menschen verantwortlich und bilden ein Drittel aller Knochenbrüche am Ellenbogen. Der betroffene Patient ist im Mittel 45 Jahre alt und Männer wie Frauen sind in etwa in gleichem Ausmaß betroffen. Allerdings sind Männer zum Zeitpunkt des Unfalls etwas älter und die Brüche bei ihnen meist schwerwiegender.

Diagnostik:

Meistens wird der Bruch eines Speichenkopfes auf einem Röntgenbild in zwei Ebenen festgestellt.
Unter Umständen sind solche Brüche aber auch nicht sofort zu erkennen oder durch Beschwerden von anderen Verletzungen überlagert. Dann fertigt man z.B. eine Computertomographie ( CT ) des Ellenbogens an.

Therapie:

Gering verschobene Radiuskopfbrüche werden immer ohne Operation behandelt. Dazu kann man das Ellenbogengelenk von einem frischen Bluterguss befreien,  indem es mit einer Spritze punktiert und der Bluterguss abgezogen wird. Ruhigstellung im Oberarmgips für max. zwei Wochen. Brüche, welche verschoben sind ( also über 2 mm Gelenkstufe), werden offen operiert. Der Knochenbruch am Speichenkopf wird eingerichtet und eine Spezialplatte und / oder Schrauben angelegt.

Trümmerbrüche, welche aus mehreren – nicht mehr wiederherstellbaren Bruchstücken – bestehen, werden operativ in Form einer Entfernung des Speichenkopfes  (sog. Radiuskopfresektion ) oder mit einer Radiuskopfprothese behandelt.